1, X oder 2: der Dreiweg-Tipp und was er den Wettenden kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball liegt auf dem Mittelkreis eines Rasenfelds, die weissen Linien kreuzen sich auf dem gepflegten Gras im warmen Abendlicht.
Bei der klassischen Siegwette im Fussball gibt es drei Ausgänge: «1» für den Heimsieg, «0» beziehungsweise «X» für das Unentschieden und «2» für den Auswärtssieg.
Zuletzt aktualisiert: Lesezeit: 34 Min.
Inhaltsverzeichnis

Datenstand: 31 Oktober 2026 — Bewilligungen geprüft gegen die Veranstalterbewilligungen von Swisslos und Loterie Romande, wie sie im Geldspielgesetz und in den veröffentlichten Spielregeln beider Häuser stehen.

Ein Fussballspiel hat drei Ergebnisse, und der Buchmacher verkauft die drei Ergebnisse als einen Markt. Wer auf «1» setzt, setzt auf den Heimsieg, wer «2» nimmt, auf den Auswärtssieg, und dazwischen liegt das X. Das ist der ganze Begriff. Was danach kommt, ist Rechnerei: drei Quoten, die zusammen weniger ausschütten, als sie versprechen, und ein Bewilligungsrahmen, der in der Schweiz genau zwei Häuser übrig lässt. Wer das einmal durchgedacht hat, liest jeden Wettschein anders.

Das Wort «Quote» klingt nach einem Versprechen. Es ist keines. Sie ist ein Preis mit einer eingebauten Gebühr, und diese Gebühr ist die eigentliche Nachricht des Marktes. Auf den folgenden Seiten geht es deshalb weniger darum, was 1×2 bedeutet — das steht in jedem Wettschein — als darum, was aus einem Tipp folgt: welche Auszahlung, welche Kosten, welche Limite, welche Bewilligung. Und wann das eine ins andere greift.

Das Umfeld: warum die Dreiweg-Wette in der Schweiz ein Duopol kennt

Wer heute nach einer Fussballwette sucht, trifft auf zwei Sorten von Angebot. Die eine ist konzessioniert, kantonal verankert und in der Menge begrenzt. Die andere ist im Netz frei zugänglich, im Schweizer Wettprogramm aber nicht vorgesehen. Genau in dieser Reihenfolge schauen wir sie uns an, und zwar aus dem einzigen Grund, der einen Leser betrifft: die Unterschiede zeigen sich erst, wenn man hinsieht, wo ein Angebot endet.

Wer im Netz nach einem Buchmacher sucht, stösst schnell auf zehn Marken. Fast alle davon sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, drei oder vier davon tragen nur Domains, die sich an Schweizer Kundschaft richten. Die verlockenden Zahlen liegen fast immer dort — dort, wo es keine Verlustlimitenpflicht, kein Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg gibt. Das ist der erste Zusammenhang dieses Themas, und er ist kein Nebenaspekt, sondern die Ausgangslage. Man kann ihn sich schönreden oder man kann ihn zur Kenntnis nehmen und danach entscheiden.

Innerhalb des Bewilligungs­rahmens bleiben also zwei Adressen. Wer dort nicht erfasst ist, findet unter den beiden nichts. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Folge der Rechtsordnung — und die schauen wir uns im Abschnitt «was in der Schweiz erlaubt ist und was daraus folgt» im Detail an. Vorher lohnt der Blick auf das, was auf jedem Wettschein steht.

wettmärkte im Vergleich: die zehn Anbieter im Einordnu

Bei der klassischen Siegwette im Fussball gibt es drei Ausgänge: «1» für den Heimsieg, «0» beziehungsweise «X» für das Unentschieden und «2» für den Auswärtssieg. Diese drei Felder stehen auf jedem Wettschein, den ein Schweizer Anbieter ausgibt. Der Unterschied liegt nicht im Markt, sondern im Rahmen darum: Bewilligung, Servicegebiet, Limiten.

Der Vergleich der zehn Marken zeigt, dass die wichtigste Trennlinie keine Rechenfrage ist. Sie ist eine Statusfrage. Zwei Marken im Feld dürfen Schweizer Sportwetten überhaupt anbieten; acht dürfen es nicht, und zwar unabhängig davon, wie gut ihre Quoten aussehen mögen. Ausländische Marken werden hier aufgeführt, weil Schweizer Sportbegeisterte ihnen begegnen und weil derselbe Massstab angelegt werden soll — nicht, weil sie in der Schweiz eine Bewilligung hätten.

wettmärk-Zuordnung: was auf der Bewilligungsliste steht

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, nei: SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, nei: SR 935.51) Société de la Loterie de la Suisse Romande
Boomerang Bet keine Schweizer Bewilligung keine Berichtsgrundlage
BetLabel keine Schweizer Bewilligung keine Berichtsgrundlage
BDMBet keine Schweizer Bewilligung keine Berichtsgrundlage
Betify keine Schweizer Bewilligung keine Berichtsgrundlage
Gamdom keine Schweizer Bewilligung keine Berichtsgrundlage
Roobet keine Schweizer Bewilligung keine Berichtsgrundlage
BC.Game keine Schweizer Bewilligung keine Berichtsgrundlage
Unibet keine Schweizer Bewilligung keine Berichtsgrundlage

Das ist keine gewachsene Marktlage, sondern eine bewusst gesetzte: die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt keine Bewilligung dritter, und deshalb auch keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher — die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains. Wer sich die Zahlen anschaut, merkt schnell, warum das mit den Prämien nicht zusammenpasst: die beiden Häuser finanzieren ihre Ausschüttung aus demselben Topf, aus dem der Reinertrag zu gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen läuft.

Die Tabelle sagt nichts darüber, wie gut oder schlecht die acht ausländischen Marken ihren Betrieb führen. Sie sagt nur, unter welchem Regime sie stehen — und darum geht es bei einer Wetten­entscheidung zuerst. Wer ein Konto dort eröffnet, wählt ein Regime, kein Produkt.

wettmärk-Limiten im Feld: Einsatzgrenzen sind Teil des Angebots

Limiten entscheiden darüber, ob ein Plan überhaupt durchführbar ist.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7'500 Einsatz enthalten.

Zwei Häuser, zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, was ein normaler Einsatz ist. Der Mindesteinsatz von CHF 1 bei Sporttip erlaubt es, eine Wette auf den Tisch zu legen, ohne gleich ein Budget zu bewegen. Auf der anderen Seite steht eine Obergrenze von CHF 1'000 auf eine Einzelwette — eine Grenze, die für einen Gelegenheitswetter irrelevant ist und für einen, der eine gut begründete Meinung mit Kapital unterlegen will, sehr wohl greift. Die CHF 500 bei Jouez Sport liegen in derselben Grössenordnung, aber etwas tiefer, und der Multiples-Wettschein ist zusätzlich auf insgesamt CHF 7'500 gedeckelt. Das ist die eigentliche Aussage der Limiten: der Schweizer Markt ist bewusst so gebaut, dass hohe Einsätze unbequem werden.

Interessant ist die Klausel zur Änderbarkeit. Eine Limite, die jederzeit ohne Begründung verschoben werden kann, ist kein Vertragsmerkmal. Sie ist eine Bedingung, die der Anbieter einseitig hält. Wer den Einsatz plant, sollte sie als Rahmen lesen und nicht als Zusage.

Bedenken sind hier ausdrücklich erwünscht.

wettmärk-Ungewissheit: was ein Tipp nicht leisten kann

Ein gut begründeter 1×2-Tipp bleibt ein Tipp auf ein Ereignis, das noch nicht stattgefunden hat. Man kann Formkurven lesen, Kader studieren, Tabellen wälzen und zu einem klaren Schluss kommen. Man kann auch falsch liegen. Genau diese Ungewissheit ist der Grund, warum Quoten überhaupt existieren: der Buchmacher kalkuliert sie, weil er das Ergebnis nicht kennt. Niemand, der hier schreibt, kennt es.

Die Zahlen, die im Umlauf sind — Prognosen, Tipps, «sichere» Kombinationen —, verändern diese Ausgangslage nicht. Kein Vorwissen dieser Welt macht aus einem Ausgang in einem Fussballspiel eine Gewissheit. Wer also über Wetten nachdenkt, tut gut daran, nicht nach dem einen Tipp zu suchen, der aufgeht, sondern nach der Grösse, die er am Ende des Monats riskieren kann, ohne die Miete anzugreifen. Genau dort setzen die Werkzeuge an, die ein konzessioniertes Haus verpflichtend anbieten muss.

Der Vergleich der zehn Marken im Abschnitt «wettmärkte im Vergleich: die zehn Anbieter im Einordnu» hilft an dieser Stelle in einem Punkt weiter, den man leicht überliest: bei den beiden bewilligten Veranstaltern sind Verlustlimiten, Selbstsperre und Pausen nicht Kulisse, sondern Pflicht. Bei den acht übrigen ist das nicht vorgeschrieben — und ein Schweizer Sperrregister erreicht sie nicht einmal, wenn jemand freiwillig um Aufnahme bittet.

grundlagen der 1×2-Wette: Einsatz, Quote, Auszahlung

Die Darstellung, die Schweizer Sportwettenprogramme nutzen, ist knapp: Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das Modell der Schweizer Sportwetten überlässt die Höhe der Verlustgrenze dem Spielenden: der Gesetzgeber verlangt einen oder mehrere Höchstwerte für Tag, Woche oder Monat, aber keine Zahl.

Eine Trillerpfeife liegt auf dem Rasen neben der Mittellinie, Tau hängt an den Halmen, im Hintergrund ein leerer Spielfeldrand.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Wer hier zum ersten Mal einsteigt, setzt die Limite also selbst, bevor der erste Einsatz fällt. Das ist die eine Hälfte. Die andere ist die Quote: sie verwandelt einen Einsatz in einen möglichen Gewinn. Die Formel steht in den Sporttip-Spielregeln und nirgends sonst: Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Die Rundung nach unten ist kleinlich, aber sie ist die ehrlichere Regelung als eine Aufrundung, die Wettende scheinbar begünstigt. Über einen langen Zeitraum entscheidet sie mit. Bei einem Einsatz von CHF 20 und einer Quote von 2.10 liegt der mögliche Gewinn bei CHF 42.00 brutto, also CHF 22.00 über dem Einsatz. Das ist Rechnen ohne Überraschung.

grundlag-Dreiweg: «1», «0» und «2» als drei Wege zu einer Auszahlung

Auf dem Wettschein steht die klassische Siegwette im Fussball mit ihren drei Ausgängen: «1» für den Heimsieg, «0» beziehungsweise «X» für das Unentschieden und «2» für den Auswärtssieg. Drei Wege, ein Spiel. Für den Wetten­den heisst das: die Gemeinde der Tippenden teilt sich in drei Lager, und der Buchmacher braucht nicht, dass alle gleich liegen. Er braucht, dass sie genug zahlen, um die eine Auszahlung zu decken.

Interessant ist ein Blick auf die Nachbarschaft des Marktes. In vielen Wettprogrammen existiert eine eng verwandte Wette, bei der das Unentschieden mit zwei Zeichen gemeldet wird — «0» oder «X» —, weil die Sportart unterschiedliche Konventionen kennt. Wer das einmal mitbekommen hat, stolpert nicht mehr über die Schreibweise. In der Sache bleibt es dieselbe Drei Weg-Variante.

grundlag-Ausgänge: lesen, nicht ahnen

Auf dem Wettschein steht zuoberst keine Prognose, sondern eine Bezeichnung: «Heimsieg», «Unentschieden», «Auswärtssieg». Das ist der wichtigste Satz dieses Themas. Die Felder beschreiben Ereignisse, keine Wahrscheinlichkeiten. Sie sagen nicht, welches Ergebnis häufiger auftritt — sie sagen nur, welche drei Ergebnisse überhaupt zählen.

Daraus folgt eine praktische Regel, die man auf jedem Wettschein wiederfindet. Wer die Felder nach «billig» und «teuer» auswählt, wählt nach dem Buchmachergeschmack, nicht nach den Fussballrealitäten. Die Quoten der drei Ausgänge bewegen sich gerade deshalb gegeneinander, weil Wetten­de ihre Präferenzen auf den Markt tragen. Der Favorit wird teurer, das Unentschieden meist am teuersten.

grundlag-Kombination: wenn drei Wege nebeneinander liegen

Diese Nachbarschaft ist kein Zufall. Der Ausgang «1» und das Unentschieden «X» liegen im Markt nicht weit auseinander, weil ein Spiel mit einem späten Gegentreffer oft in einem von beiden endet. Das zeigt sich an den Kombinationsangeboten, die der Buchmacher anbietet, wenn zwei oder mehrere solcher Ergebnisse verschmolzen werden.

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombiwette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Auch das ist ein Hinweis auf die innere Logik des Marktes: die drei Ausgänge sind Alternativen, und Kombinationen, die auf denselben Spielverlauf setzen, sind in der Regel nicht unabhängig voneinander. Wer eine Kombination baut, sollte sich dessen bewusst sein — der Buchmacher rechnet mit abhängigen Ereignissen und schliesst sie aus, wo er sie nicht braucht.

grundlag-Limiten: was ein Kontobudget trägt

Der wichtigste Schritt vor dem ersten Wettschein ist keiner auf dem Wettschein. Man legt fest, wie viel Geld über einen Monat hineingehen darf, und man legt es schriftlich fest, bevor der erste Anpfiff ist.

Die Verlustlimiten bei Sporttip sind nach Tagen gestaffelt. Wer die 30-Tage-Grenze nach der ersten Niederlage nach oben verschieben will, muss 72 Stunden warten, und dieser Puffer ist die interessanteste Zahl der Regel. Drei Tage sind lang genug, um zu merken, dass man gerade mehr gesetzt hat, als man sich beim Nachdenken erlaubt hätte. Eine Grenze, die sich sofort verschieben liesse, hätte diese Funktion nicht.

Wer die Verlustlimite erreicht, sollte das nicht als Betriebsunfall lesen. Sie hat getan, wofür sie gesetzt wurde: sie hat verhindert, dass ein schlechter Abend die Grösse eines Fehlers erreicht — im Monatsbudget. Gegen einen falschen Tipp auf das Unentschieden hat sie nichts zu tun, aber sie hat auch nie vorgegeben, das zu können.

grundlag-Fristen und Verfall: Daten, die man kennen muss

Einige Fristen entscheiden unabhängig von der Quote. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Bei Jouez Sport stehen andere Grenzen: die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100'000 nicht übersteigen; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Der Höchstgewinn beträgt pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Was folgt daraus konkret? Wer eine Kombiwette über die maximale Feldzahl hinaus plant, plant ins Leere — mehr Voraussagen lassen sich bei Jouez Sport nicht zu einem Wettschein bündeln. Wer eine Spielzeitwette auf ein Nachholspiel setzt, sollte die 48-Stunden-Grenze kennen, weil sie häufig genug zuschlägt.

rechtsla: was in der Schweiz erlaubt ist und was daraus folgt

Die Rechtslage lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Sportwetten sind nur bei den zwei bewilligten Organisatoren und nur für Ereignisse aus der Liste der zugelassenen Sportarten erlaubt. Konkret heisst das: Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Mehr Veranstalter braucht es nicht, denn die Kantone haben die Zahl der Organisatoren auf zwei begrenzt.

Ein leeres Stadion im Morgenlicht mit Blick auf die Sitzreihen, im Hintergrund Hügel und aufsteigender Nebel.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone und zählt 2'350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Die Zuständigkeit liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, die von der ESBK zu unterscheiden ist: die eine beaufsichtigt Geldspiele, die andere nur Casinos. Eine Bewilligung braucht stets zwei Teile — eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel — und sie gilt nur in der Schweiz. Das ist der zweite Teil der Antwort auf jede Frage nach dem «kompetenten Regulator»: die Schweizer Aufsicht endet an der Landesgrenze, und eine ausländische Lizenz entfaltet hier keine Wirkung.

Eine Ausnahme in der Systematik: eine Bewilligung gilt in der Schweiz, aber nicht automatisch für ganz Schweiz. Swisslos und Loterie Romande bearbeiten unterschiedliche Gebiete. Bei Swisslos läuft die Teilnahme im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in der Westschweiz lebt und ein Konto bei Swisslos eröffnen möchte, wird auf die Probe gestellt — und umgekehrt.

rechtsla-Bewilligung: warum es keine dritte Adresse gibt

Ein Online-Konto braucht einen Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis zusätzlich den Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Hauses. Bei Swisslos sind es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Wer diese Prüfung umgeht, betreibt keinen kleinen Betrug am Rand des Systems. Er verzichtet auf den Schutz, den die Bewilligung mitbringt, und begibt sich in ein Gebiet, in dem es weder Spielsperre noch Einspruchsweg noch einen Schweizer Ansprechpartner gibt.

rechtsla-Sportartenliste: der Katalog der zugelassenen Wettbewerbe

Das erlaubte Angebot ist kein offenes Feld, sondern eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Eck- und Kartenmärkte kennt die Liste nicht, und eine E-Sport-Sektion gibt es nicht. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Das ist die praktische Konsequenz für einen Anfänger: man kann im Schweizer Sportwettenprogramm nicht auf jedes Sportereignis setzen, das man im Fernsehen sieht. Wer eine Wette plant, prüft vorher, ob das Ereignis im Programm der beiden Häuser steht. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Anbieter über eine entsprechende Entscheidung verfügt; eine gesetzliche Beschränkung auf einzelne Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Der Cash-Out ist nicht geregelt; er ist eine Funktion des jeweiligen Hauses und keine gesetzlich garantierte Einrichtung.

rechtsla-Sperrliste: die Zugangssperre für ausländische Domains

Die Schweiz hat gegen unzulässige Sportwetten eine technische Massnahme: die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt — nur diese Sperrliste.

Was das für Wettende bedeutet, ist unangenehm konkret. Ein blockiertes Angebot verschwindet, aber es verschwindet nicht, weil es verboten wurde, sondern weil seine Domain gerade auf der Liste steht. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, und gegen diesen Wechsel gibt es kein dauerhaftes Mittel. Wer dort Geld liegen hat, hat es an einer Stelle liegen, die sich der Schweizer Aufsicht entzieht — mit allen Folgen für Auszahlung, Streit und Erreichbarkeit.

rechtsla-ausland: was eine ausländische Bewilligung hier zählt

Eine ausländische Bewilligung — aus welchem Land auch immer — hat in der Schweiz keine Kraft. Ausländische Buchmacher werden deshalb mit gutem Grund «ohne Schweizer Bewilligung» geführt, und wer ihre Domains bewirbt, begeht eine Straftat. Der Spielende selbst wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinerlei Schutz- oder Fair-Play-Kontrolle.

Der Klartext: man kann bei solchen Anbietern Konten unterhalten und Auszahlungen erhalten, und nichts daran ist per se ein Betrug. Aber die gesamte Sicherheitsarchitektur, die das Schweizer Recht den beiden Häusern vorschreibt — Verlustlimiten, Verifizierung, Sperrregister, Beschwerdeweg —, ist dort nicht vorhanden. Wer auf der anderen Seite der Grenze setzt, tauscht Schweizer Schutz gegen grössere Auswahl. Das ist ein Geschäft, kein Fehler, aber man sollte wissen, dass man es abschliesst.

rechtsla-Nebenfolgen: was Auszahlungen und Steuern angeht

Auszahlungen laufen in der Schweiz nur auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers; anonyme oder Krypto-Auszahlungen kennt das bewilligte Schweizer Sportwetten nicht, und eine Kreditgewährung an Spielende ist ausgeschlossen. Wer sein Konto bei einem ausländischen Anbieter führt, kennt diese Einschränkung nicht — und damit auch nicht den Schutz, den sie bietet.

Steuerlich ist der bewilligte Schweizer Markt für normale Wettende angenehm: Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei und werden erst darüber besteuert, und dieser Betrag liegt so hoch, dass die allermeisten Wetten lebenslang darunter bleiben. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, deshalb gilt «je nach Kanton». Erst über der Schwelle behält der Veranstalter Verrechnungssteuer ein. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht; wer das Gegenteil hört, hat etwas verwechselt. Bei ausländischen Anbietern fehlt die Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis kann solche Gewinne als Einkommen behandeln, unabhängig von der Höhe. Das ist allgemeine Information, keine Steuerberatung: für den eigenen Fall ist die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse. Es gibt in der Schweiz übrigens auch kein Werkzeug, das Zahlungen an unzulässige Wettseiten sperrt — Karten und Banken blockieren solche Zahlungen nicht.

Verantwortung: Limiten, Sperre und warum ein Tipp nie gewiss ist

Die Werkzeuge der Spielerschutz-Regelung sind zum Teil gesetzlich, zum Teil Sache des Hauses. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass der Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen muss. Die konkrete Zahl setzt der Spielende. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach Wartezeit — bei Swisslos und Loterie Romande nach 72 Stunden, während das Gesetz 24 Stunden vorsieht. Solche Unterschiede sind kein Zufall: das Haus verschärft die Regelung, und ein strengerer Puffer ist für die Betroffenen der bessere Teil.

Es gibt in der Schweiz übrigens keine gesetzliche Einzahlungsobergrenze, wie man sie aus anderen Ländern kennt. Wer eine erwartet, wartet vergeblich; die Verantwortung für die Zahl liegt ausdrücklich beim Spielenden. Bei Sporttip ist zusätzlich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich, und Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lassen sich mit einem Mindestbetrag von CHF 20 kaufen, maximal CHF 10'000 in 30 Tagen, solange das Wallet-Guthaben CHF 9'999 nicht übersteigt. Diese Grenzen bewegen sich in einer Höhe, die für den normalen Wettenden nie zum Thema wird — und genau so ist es gemeint.

Verantwortung-Selbstsperre: der Ausstieg auf Zeit und auf Dauer

Zwei Formen sind zu unterscheiden. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf — eine Pause mit festem Ende und ohne Hintertür. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Diese Reichweite ist der eigentliche Vorteil der unbefristeten Variante: sie endet nicht am Login des einen Anbieters.

Das Gesetz sieht zudem vor, dass eine freiwillige Sperre erst nach drei Monaten aufgehoben werden kann und dass eine Fachstelle beteiligt wird; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das klingt hart und ist es auch — die Sperre ist eine echte Sperre, keine Anmeldung zum späteren Wiederkommen.

Der Verweis auf das Sperrregister ist auch der schärfste Unterschied zu den ausländischen Marken im Vergleich: ein Schweizer Register erreicht sie nicht. Wer sich sperrt und dann zu einem Anbieter ohne Bewilligung wechselt, hat die Sperre nur halb eingehalten.

Verantwortung-Kontrolle: was Prüfungen zeigen und was daraus folgt

Regeln, die auf dem Papier stehen, werden nicht überall eingehalten. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schweizer Markt für lückenlos hält, hat diese Zahl nicht gelesen.

Was folgt daraus für einen Erwachsenen, der an der Kasse steht? Die Kontrolle liegt nicht allein beim Verkaufspersonal. Der eigene Umgang mit Einsatz und Budget ist die Instanz, die tatsächlich greift. Wer online spielt, hat hier den Vorteil: Limiten und Sperre sind dort sofort wirksam und nicht von der Tagesform einer Verkaufskraft abhängig.

Verantwortung-Livewetten: was passiert, während das Spiel läuft

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live setzt, während gerade ein Elfmeter gepfiffen wird oder der VAR prüft, sollte diese Klausel kennen. Die technische Verzögerung zwischen Ereignis und Buchung ist keine Feinheit, sondern eine Regel, die den Einsatz kostet.

Das ist der Punkt, an dem die Livewette zur Dreiweg-Wette in Konkurrenz tritt. Vor dem Spiel setzt man auf einen Ausgang, den man nicht mehr beeinflussen kann. Während des Spiels kann man auf einen Ausgang setzen, dessen Eintreten man schon halb gesehen hat — und bezahlt dafür mit einer Quote, die während des Treffers absackt.

Wettarten und Quoten: die drei Ausgänge und ihre Marge

Die Zahl auf dem Wettschein ist keine Zahl über den Fussball, sondern eine über das Geschäft. Man kann sie als Preis lesen — und wie jeder Preis hat sie einen Aufschlag. Der Markt der drei Ausgänge ist der beste Ort, um das zu sehen, weil er vollständig ist: es gibt genau drei mögliche Ergebnisse und genau drei Quoten, und die drei bilden zusammen die ganze Wahrscheinlichkeitsrechnung des Buchmachers ab.

Wenn man die drei Quoten eines Marktes in Auszahlungsanteile zerlegt, sieht man den Anteil, den der Markt insgesamt zurückgibt — die Auszahlungsquote —, und der Rest ist der Betrag, den der Buchmacher einbehält. Das ist die Marge. Sie ist kein Fehler des Systems und auch keine versteckte Gebühr, sondern die Art, wie Sportwetten wirtschaftlich funktionieren. Ein Markt, der überhaupt nichts einbehielte, wäre ein Unternehmen ohne Einnahmen.

Bei einem Dreiweg-Markt ist die Sache lehrreicher als bei einem Zweiweg-Markt, weil die drei Quoten einen Teil der Rechnung auf drei Positionen verteilen. Wer die drei Quoten eines Marktes umrechnet, findet regelmässig heraus, dass die Summe der drei Auszahlungsanteile unter eins liegt. Das ist der Raum, aus dem das Haus seinen Betrieb finanziert.

Wettarten-Marge: was der Preiszuschlag kostet — und ab wann es sich lohnt, ihn zu ignorieren

Nehmen wir einen Markt mit nur zwei Ausgängen und Quoten von je 1.90. Das ist ein konstruiertes Beispiel, kein zitiertes Angebot, und es eignet sich gerade deshalb für die Rechnung. Die Auszahlungsquote beträgt hier einen Wert, der zwischen 90 und 100 Prozent liegt — und damit ist die Marge ebenfalls nicht exakt zu bestimmen. Rechnet man die Auszahlungsanteile zusammen, kommt man auf 1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90, also auf etwa 1.0526. Der Kehrwert davon, also die Auszahlungsquote, liegt damit bei rund 95 Prozent; die Marge bewegt sich entsprechend zwischen 5 und 6 Prozent, mit dem genauen Wert abhängig von der Rundung.

Bei einem Marktpreis von rund 5 Prozent Aufschlag ist die Rechnung für den Einzelwetter relativ einfach: man setzt zwei Einheiten und bekommt auf lange Sicht etwa 95 Rappen zurück, unabhängig davon, welches Ergebnis eintritt. Wer also fünfmal dieselbe Wette mit gleichem Einsatz auf ein faires 50:50-Ereignis legt, verliert im Durchschnitt etwa 25 Rappen — und zwar ohne dass ein einziger Tipp «falsch» gewesen wäre. Der Verlust entsteht nicht durch Unwissen, sondern durch den Preis.

Die Konsequenz für den Alltag: die Marge entscheidet darüber, wie weit man mit einem begrenzten Budget kommt. Bei einem Budget von CHF 100 und einem Aufschlag von rund fünf Prozent verschwinden im Durchschnitt etwa CHF 5 pro Umschlag, wenn alle Einsätze marktgerecht sind. Das ist kein Vorwurf an den Buchmacher, sondern eine Grösse, die man in die eigene Rechnung aufnimmt, oder eben nicht. Bei einem Einsatz von CHF 20 auf eine Quote von 2.10 liegt der mögliche Gewinn bei CHF 42.00, von denen die Marge stets schon abgezogen ist. Wer das versteht, hört auf, Quotenunter­schiede von einem halben Prozentzehntel anzuschauen und sich stattdessen zu fragen, wie oft er überhaupt umschlägt.

Die Marge bleibt jedenfalls, wo sie bleibt: sie sitzt im Preis, ob man sie nun liest oder nicht.

Wettarten-Nachbarn: Doppelte Chance, Handicap und Über-Unter

Die Dreiweg-Wette ist der einfachste Markt, aber nicht der einzige. Rund um sie existieren Nebenmärkte mit anderem Aufbau.

Die Doppelte Chance bündelt die drei Ausgänge zu zwei Wahrscheinlichkeiten: Sieg Heim oder Unentschieden, Sieg Auswärts oder Unentschieden. Damit lässt sich ein Unentschieden absichern, und der Preis dafür ist eine Quote, die deutlich näher an 1.00 liegt als jede der drei Originalquoten. Wer auf «doppelte Chance» setzt, hat zwei Wege zum Erfolg — und bezahlt jeden Kategorieaufstieg mit einer kleineren Rendite.

Handicap und Über-Unter sind anders gebaut: sie nehmen ein Ergebnis vorweg und verschieben es. Statt auf die reine Überlegenheit setzt man dann auf ein Torvorsprung- oder Gesamttor-Kriterium. Der wichtigste Unterschied zur klassischen Siegwette ist, dass das Unentschieden dort seinen eigenen Status verliert: bei einem Handicap kann ein Spiel mit einer bestimmten Tordifferenz je nach Linie als Sieg für die eine oder andere Seite gelten. Der Ausgang «X» fällt damit aus dem Markt.

Der Punkt für einen Einsteiger ist einfach. Die klassische 1×2-Wette ist deshalb so verbreitet, weil sie den Katalog der drei wahrscheinlichen Ergebnisse aus dem Fussball übernimmt. Je weiter ein Markt von dieser Dreiheit abweicht, desto mehr Vorwissen verlangt er — und desto weniger greift die einfache Rechnung der drei Ausgänge.

Wettarten-Kombination: wenn drei Ausgänge zu einem Preis werden

Der Kern der Kombiwette ist einfach: die Quoten der einzelnen Voraussagen werden miteinander multipliziert, und der Vorteil liegt darin, dass der eigene Plan mit dem Kupon mitwächst. Bei zwei Voraussagen mit je Quote 2.10 ergibt das eine Gesamtquote von 2.10 mal 2.10, also 4.41. Aus CHF 20 Einsatz werden so CHF 88.20. Bei jedem zusätzlichen Spiel muss man das ausgebaute Kapital weiter einsetzen — der mögliche Gewinn wächst, die Zahl der zu treffenden Entscheidungen ebenfalls.

Für den, der das Spielkonto im Auge behält, ändert die Kombination eine weitere Grösse: der Betrag, der tatsächlich auf dem Konto Umsatz macht. Genau daran hängen die Bonusbedingungen, die an anderen Stellen dieser Seite beschrieben sind. Auch die Deckelung greift hier, denn bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn bei CHF 300'000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 1'000'000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen.

Wettarten-verlängerung: welche Spielzeit zählt

Wer auf die Verlängerung setzt, sollte die Definition des Spiels kennen. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Im Klartext: die klassische 1×2-Wette gilt nach der Nachspielzeit als entschieden, und ein Tor in der Verlängerung verändert sie nicht.

Diese Regel ist häufiger von Bedeutung, als man denkt, weil sie über Turnier Fussball wacht: die Dreiweg-Wette auf ein Pokalspiel mit Entscheidung in der Verlängerung löst nach 90 Minuten plus Nachspielzeit aus. Wer das weiss, kalkuliert die Chancen auf beiden Seiten nüchterner.

Wettarten-Cash-Out: die Auszahlung vor dem Schlusspfiff

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Die attraktive Idee lautet «Gewinne sichern». Was tatsächlich passiert, ist ein Verkauf unter Wert: der Buchmacher bietet weniger als den vollen Gewinn, weil er das Risiko übernimmt, dass die Wette noch platzt. Man kann sich darauf einlassen — die Entscheidung stammt aus der Bequemlichkeit, nicht aus der Rechnung.

Die zehn bewerteten Anbieter im Einzelnen

Massgeblich für jeden Eintrag ist der Bewilligungsstatus. Schweizer Bewilligung bedeutet: Verlustlimiten, Verifizierung, Sperrregister und Schweizer Rechtsweg. Das ist die Bemessungsgrundlage; der Vergleich unten ordnet jede Marke danach ein.

Swisslos Sporttip: das breite Netz und der engste Rahmen bei den Einsätzen

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Haus betreibt das Geschäft im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der grössere der beiden Verfügungsräume, und er umfasst eine ganze Sprachregion plus die italienischsprachige Schweiz.

Wer dort mitmachen will, muss 18 Jahre alt sein und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet haben; es darf keine Spielsperre bestehen, und die Registrierung ist nur einmal pro Person möglich. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Die Limiten des Betriebs: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000. Dazu kommt das ausgereifte Bonusinstrumentarium. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Der Kombiboost ist interessant, weil er die einzige Stelle ist, an der Swisslos einem Spieler einen materiellen Vorteil in Aussicht stellt. Dass er an mindestens vier Voraussagen mit je 1.50 Quote gebunden ist, verschiebt das Angebot dorthin, wo ohnehin Kombinationen gebaut werden. Wer den Boost wegen der Prozentzahl wählt und dabei Voraussagen anhängt, die er sonst nie gespielt hätte, hat die Prozentzahl bezahlt.

Das ist das entscheidende Merkmal dieser Marke: sie ist die grosszügigste Stelle des Schweizer Angebots bei Einsatzgrenzen und die klarste bei den Regeln. Für einen Leser, der zuverlässig und mit einem kleinen Budget spielt, ist das die naheliegende Adresse. Wer CHF 5'000 auf ein Spiel legen möchte, wird hier nicht glücklich — nicht aus Misstrauen, sondern weil die Regel es nicht hergibt.

Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Adresse mit strengeren Obergrenzen

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie zählt 2'350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Damit ist sie nicht die kleinere Kopie, sondern die eigentliche Infrastruktur des Westschweizer Spielmarkts — die Verkaufsstellen sind dort ein Vertriebskanal, den die Deutschschweiz in dieser Dichte nicht kennt.

Die Limiten liegen tiefer als bei Swisslos: Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2, Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7'500 Einsatz enthalten. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100'000 nicht übersteigen, eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Der Höchstgewinn beträgt pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Interessant ist hier der Unterschied zwischen online und Kasse. Wer CHF 2 setzen will, kann das online, aber nicht am Schalter — ein Detail, das die Richtung des Geschäfts zeigt. Die Obergrenze von CHF 500 pro Wette ist bei gleichem Budget durchaus relevant, wenn jemand seine Verlustlimite ausschöpfen möchte. Und die Untergrenze für die Quote von 1.10 schliesst verschiedene Spekulationen von vornherein aus. Die Westschweizer Lösung ist damit ein etwas disziplinierteres Produkt als das Basler Pendant.

Boomerang Bet: keine Schweizer Bewilligung und kein Schweizer Rechtsweg

Boomerang Bet wird ohne Schweizer Bewilligung geführt. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung. Konkret heisst das: kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.

BetLabel: ein ausländisches Angebot mit unklarem Marktzugang

BetLabel tritt ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung auf. Die Bewilligungslage, über die das Haus verfügt, ist nicht feststellbar und hat in der Schweiz ohnehin keine Kraft, sodass ein aufsichtsrechtlicher Rahmen nicht existiert.

BDMBet: Schweizer Wettende ohne Schweizer Schutz

BDMBet fällt unter dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, kein Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdemöglichkeit. Die ausländische Bewilligungslage ist nicht feststellbar. Eine Schweizer Sportwette im Sinne des Gesetzes liegt hier nicht vor.

Betify: Zugang über die Sperrliste beobachtet

Betify zählt zu den Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Damit unterliegt die Domain dem Mechanismus der Sperrliste. Eine Schweizer Erlaubnis fehlt, und eine ausländische Bewilligung kann sie nicht ersetzen.

Gamdom: Unterhaltung mit Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung

Auch Gamdom wird ohne Schweizer Bewilligung angeboten. Das Schweizer Sportwettenrecht kennt für solche Anbieter keinen Zulassungsweg; die Schweizer Aufsicht kann die Domain blockieren.

Roobet: keine Zulassung, keine Schweizer Instanz

Roobet ist im Schweizer Markt ohne Zulassung tätig. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung, ein Schweizer Ansprechpartner besteht nicht, und das Sperrregister erfasst diese Marke nicht.

BC.Game: Sportwetten ausserhalb des Schweizer Rahmens

BC.Game gehört zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Was fehlt, sind die Instrumente, die das Schweizer Regime vorschreibt: Verlustlimitenpflicht, Verifizierung, Sperranbindung und Schweizer Rechtsschutz.

Unibet: international bekannt, ohne Schweizer Bewilligung

Unibet ist ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung geführt. Der Markenwert ändert daran nichts, denn eine Bewilligung aus einem anderen Land gilt in der Schweiz nicht. Wer dort mit einem Schweizer Wohnsitz spielt, spielt das Regime des Anbieterlandes.

Häufig gestellte Fragen

Was heisst 1×2 bei Sportwetten?

1×2 bezeichnet den klassischen Siegwettmarkt im Fussball mit drei Ausgängen. Die «1» steht für den Heimsieg, das «X» für das Unentschieden, die «2» für den Auswärtssieg. Weil es drei Ergebnisse gibt, braucht dieser Markt drei Quoten — anders als ein Markt mit nur zwei Ausgängen.

Wofür stehen die Zeichen 1, X und 2 auf dem Wettschein?

Sie bezeichnen die drei möglichen Ergebnisse des Spiels, nicht seine Wahrscheinlichkeiten. Die «1» bedeutet Sieg der Heimmannschaft, «X» das Unentschieden und die «2» den Sieg der Gastmannschaft. In einigen Sportarten wird das Unentschieden auch als «0» geschrieben, was dasselbe meint.

Was bedeutet 1×2 bei Sportwetten im Unterschied zur Doppelten Chance?

Die Dreiweg-Wette verlangt genau ein Ergebnis und zahlt entsprechend mehr aus. Die Doppelte Chance fasst zwei der drei Ergebnisse zusammen — etwa Heimsieg und Unentschieden —, sodass zwei Wege zum Erfolg führen. Dafür liegt die Quote deutlich näher an 1.00, was den Vorteil bezahlt macht.

Zählt bei einer Dreiweg-Wette auf Fussball die Verlängerung oder nur die reguläre Spielzeit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Für die klassische 1×2-Wette ist damit nach der Nachspielzeit Schluss.

Wie wird der Gewinn einer 1×2-Wette aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird dieser Betrag zunächst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Aus CHF 20 Einsatz und Quote 2.10 werden so CHF 42.00 brutto.

Welche Anbieter dürfen 1×2-Wetten in der Schweiz anbieten, und was steht auf der Liste der zugelassenen Wettbewerbe?

Erlaubt sind nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, jede in ihrem Kantonsgebiet. Die Gespa führt zusätzlich eine Liste zugelassener Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Wettarten auf Karten oder Ecken sind dort nicht enthalten, und E-Sport steht nicht auf der Liste.

Dieser Beitrag wurde vom Team von Strategien Wetten erstellt.

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